Ausstellung von Rolf Brühlmann "Neues Glas" - Das Spiel mit Farbe, Form und Licht
Rolf Brühlmann hat sich dem Material Glas voll verschrieben. Das Arbeiten und Ringen mit diesem faszinierenden Werkstoff ist ein wesentlicher Bestandteil seines Lebensinhalts. Die gegossenen Leuchtobjekte verzücken durch das Spiel mit Lampenlicht oder Sonnenstrahlen und lassen sich gut in die Raumarchitektur integrieren. Die klassische Kugel als modernes Objekt, Gefässe, die nicht benützt werden müssen und reliefartige Bilder aus Glas sind nur einige Höhepunkte. In seinen Arbeiten finden sich immer wieder verschiedenste Metalle wie Stahl, Kupfer, Silber und Gold. Es ist jedes Mal eine Herausforderung, diese Materialien in oder auf das Glas zu bringen. Lassen Sie sich überraschen! www.glasbruehlmann.at > Flyer Ausstellung
Vernissage: Freitag, 11. Mai 2012, 18.30 bis 21.00 Uhr Finissage: Sonntag, 20. Mai 2012, 14.00 bis 17.00 Uhr
Öffnungstage und -zeiten: Auffahrt, 17.05.2012 Samstage, 12./19.05.2012 Sonntage, 13./20.05.2012 Samstag und Sonntag jeweils von 14.00 bis 17.00 Uhr
Detaillierte Informationen zu den Öffnungszeiten erhalten Sie mit der Einladungskarte. _____________________________________________________________________________
Montag, 4. Juni 2012 20.00 Uhr
Filmclub Philosophe
Accordion Tribe von Stefan Schwietert, Schweiz 2004
Fünf höchst eigenwillige Musiker aus verschiedenen Ländern formieren sich zum ACCORDION TRIBE und vollbringen das Kunststück, ihr lange Zeit verschmähtes Instrument wieder in jenes Kraftwerk der Gefühle zu verwandeln, als das es einst in aller Welt Verbreitung fand. Seit ihrer ersten Tournée als ACCORDION TRIBE im Jahre 1996 gilt diese Formation der Super- lative als Garant für musikalische Verve und Melodienseligkeit, für verhangene Melancholie wie für forschende, suchende Klänge. Der Film folgt diesen erregenden Klanglandschaften von trancehafter Intensität und deren charismatischen Schöpfern auf ihrer Reise durch ein Europa, dessen reiches musikalisches Erbe für die Bodenhaftung bei den gewagten Höhenflügen im Stamm der virtuosen Handorgler sorgt. Spurensuche und Neuschöpfung, Tradition und unbedingte Zeitgenossenschaft, Fragment und Gleichzeitigkeit: verkörpert in einem spannenden und emotional mitreissenden musikalischen Projekt über die transformierende Kraft von Musik.
Mit Guy Klucevsek, Maria Kalaniemi, Lars Hollmer, Bratko Bibic, Otto Lechner
Sprache: Deutsch und Englisch mit deutschen Untertiteln Laufzeit ca. 87 Min.
Nasbüechli – eine Duftreise Lesung von Yvonn Scherrer
Düfte entführen, Düfte berühren. Düfte betören, Düfte stören. Düfte sind mächtig, sie stossen Türen zu, Erinnerungen auf, ob wir wollen oder nicht. Gleichzeitig sind sie flüchtig, sie lassen sich nicht in ein Album kleben und aufbewahren. Düfte steuern unser Fühlen und Handeln, doch ihr Einfluss bleibt uns meistens unbewusst. Yvonn Scherrer geht in ihren Texten von der Nase aus und der Nase nach. Die blinde Autorin führt uns in die geheimnisvolle Welt der Düfte und reist den Düften nach, zu den Rosenfeldern Bulgariens, den Kakaofrüchten Brasiliens, ins kontrastreich duftende China. Sie stellt sich auch den Abgründen des Gestanks und der Geruchlosigkeit einer zunehmend sterilen Zivilisation. Entstanden ist ein faszinierendes Tagebuch übers Riechen.
Yvonn Scherrer, studierte Theologie und Journalistik
und arbeitet als Senderedaktorin bei Schweizer Radio DRS 1. Mit sieben
Monaten erblindete sie an Netzhautkrebs. Seit frühester Kindheit
trainiert sie ihre Wahrnehmung. Die Nase dient ihr als Auge, das
wertvolle Informationen über die Umgebung und die Mitmenschen liefert.
Eintritt: 20.- / Begünstigte 15.-
Reservationen: 076 343 32 82
Die Bar ist ab 19.00 Uhr geöffnet. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! _____________________________________________________________________________
Samstag, 23. Juni 2012 20.00 Uhr
Was lenkt uns von dem Positiven ab? ... und was haben die Folgen davon mit Klimaänderung zu tun?
Die Sorgen um die Auswirkungen der Klimaänderung für Mensch und Umwelt nehmen zu. Über technische Massnahmen, die negative Konsequenzen vermindern sollen, ist immer wieder zu erfahren. Aber über den grossen Beitrag, den wir zur Senkung der Ursachen des Klimawandels selbst leisten können, ist kaum etwas zu hören. Dabei wäre das möglich durch einfache Alltagsänderungen, welche auch für uns Positives bewirken. Unser gegenwärtiges Verhalten lässt vermuten, dass wir unsere Möglichkeiten, Positives zu tun, nicht erkennen. Vielleicht weil unser Blick darauf abgelenkt wird? - z.B. durch die verbreitete Illusion, dass mehr Konsum positiv zu sehen ist? Somit das Anliegen: wie können wir das Positive wahrnehmen, und umsetzen ... dies zum Wohl von uns Menschen und der Umwelt?
Joan Davis, Naturwissenschaftlerin, befasst sich seit vielen Jahren mit Nachhaltigkeit und Klimaän- derung. Von Interesse für sie sind die Einflüsse auf unser Verhalten, das eine starke Wirkung auf Konsum, und somit auf Ressourcenverbrauch, Treibhausgasentstehung und Klimawandel hat.
Unkostenbeitrag: 25.- / Begünstigte 20.-
Reservationen: 076 343 32 82
Die Bar ist ab 19.00 Uhr geöffnet. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! _____________________________________________________________________________
Montag, 2. Juli 2012 20.00 Uhr
Filmclub Philosophe
Qué tan lejos von Tania Hermida, Ecuador 2007
Ecuador und die Anden bilden das wunderbare Dekor für diesen Roadmovie, in dem zwei junge Frauen unterwegs sind nach Cuenca, der friedlichen Gartenstadt im Süden. Esperanza kommt aus Spanien und reist durch Ecuador auf der Suche nach Entdeckungen und auf den touristisch empfohlenen Spuren. Teresa studiert in Quito, der Hauptstadt Ecuadors. Sie macht sich auf den Weg, ihren Geliebten in Cuenca daran zu hindern, eine andere Frau zu heiraten. Unterwegs lernen die beiden, die der Zufall im Bus zusammenbringt, einander und zwei sehr unterschiedliche Männer kennen. Sie durchqueren die halluzinierende Bergwelt Ecuadors und fahren an die Küste, weil ein Streik den Verkehr lahmgelegt hat. Qué tan lejos ist ein ausgesprochen anregender Film über das Reisen, das Unterwegssein und über Begegnungen zwischen Menschen. Ein Vergnügen für Reisefreudige.
Mit Pancho Aguirre, Tania Martinez u. A.
Sprache: Spanisch mit deutschen Untertiteln Laufzeit ca. 92 Min.
Das Ende ist mein Anfang von Jo Baier, Deutschland 2011
Der Italiener Tiziano Terzani, langjähriger Spiegel-Korrespondent für Asien und renommierter Autor, lädt seinen Sohn Folco zu sich in seinen Rückzugsort, ein kleines Bergdorf nordwestlich von Florenz, ein. Es soll kein gewöhnlicher Besuch werden: Tiziano ist schwer an Krebs erkrankt und will in der Zeit bis zu seinem Tod seinem Sohn die Geschichte seines Lebens erzählen. Drei Monate lang werden Tiziano und Folco jeden Tag Gespräche führen, das eigene Leben reflektieren, über die Gesellschaft, die heutige Zeit, die Jugend und die Welt diskutieren. Doch allgegenwärtig ist der Tod und damit ein zentrales Thema des Films.
Mit Andrea Osvart, Bruno Ganz, Elio Germano, Erika Pluhar u. A.
„Am Seil abelo“ eine Totengräberballade Musikalisches Erzähltheater mit Philipp Galizia
Lunzi, der Totengräber, ist tot. «Ändgültig ustrunke, d Schufle n abgä, am Seil abeglo.» Derweil im Säli das Leichenmahl serviert wird, setzt sich Philipp mit seinem Kontrabass in die leere Gaststube. Ein Bier lang erzählt er mit seinem unverwechselbaren Schalk Geschichten und Episoden aus dem Alltag des knorrigen und verschmitzten Totengräbers und lässt uns am erdigen Handwerk teilhaben, den Tod als stummen Gast zur Seite.
Der ehemalige Pfannestil-Chammer-Sexdeet-Musiker ist ein begnadeter Erzähler, dem minimalste Gestik genügt. Seine erzählerischen Mittel sind sein spröder Charme und sein zwiebacktrockener Humor. Und nicht zuletzt die Langsamkeit. http://www.galizia.ch
Unkostenbeitrag: 30.- / Begünstigte 25.-
Reservationen: 076 343 32 82
Die Bar ist ab 19.00 Uhr geöffnet. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! _____________________________________________________________________________
Samstag, 10. November 2012 20.00 Uhr
Wenn Filme in die Irre führen
Oft sind Filme dramaturgisch so konstruiert, dass wir als Zuschauer falsche Schlüsse ziehen. So konstruiert zum Beispiel ein Nobelpreisträger eine Scheinwelt, die wir erst spät durchschauen oder eine lichtscheue Familie glaubt in einem Haus mit Gespenstern zu wohnen, bis sich herausstellt, dass alles ganz anders ist; ein namenlos bleibender Erzähler erfindet ein anarchisches Alter Ego oder eine Hauptfigur leidet an retrograder Amnesie und vergisst fortlaufend, was er erlebt. Die Zürcher Filmwissenschaftlerin Prof. Barbara Flückiger geht anhand von Beispielen der Frage nach, mit welchen Tricks uns diese und andere Filme auf falsche Fährten locken.
Barbara Flückiger ist Professorin am Seminar für Filmwissenschaft der Universität Zürich. Mit "Sound Design. Die virtuelle Klangwelt des Films" und "Visual Effects. Filmbilder aus dem Computer" hat sie zwei Standardwerke verfasst.